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Ein Führerschein für Roboter-Autos - Erfahrungen mit einem Robotik-Workshop

Von Dung, Hoang, Lam
berichte

Im Rahmen unseres fünften Semesters hatten wir die Möglichkeit, aktiv an Bildungsarbeit außerhalb der Hochschule mitzuwirken. Beim CoderDojo Schöneweide e.V. entwickelten und leiteten wir einen mBot-Führerschein-Workshop, der Kindern einen praxisnahen Einstieg in Robotik und Programmierung ermöglichte. Ziel war es nicht nur, technisches Wissen zu vermitteln, sondern vor allem Begeisterung, Selbstvertrauen und Neugier zu fördern.

Dung, Hoang und Lam beim Erklären

Zielsetzung des Workshops

Unser Ziel bestand darin, den Kindern die Grundlagen des mBots auf verständliche und spielerische Weise näherzubringen. Sie sollten lernen, wie ein Roboter aufgebaut ist, wie Sensoren funktionieren und wie man durch Programmierung gezielt Bewegungen steuert. Darüber hinaus wollten wir die Problemlösungskompetenzen der Kinder stärken und den Kindern zeigen, dass Fehler ein normaler Teil des Lernprozesses sind.

Engagement und Vorbereitung

Um diese Ziele zu erreichen, investierten wir im Vorfeld viel Zeit in die Planung und Vorbereitung. Wir testeten die mBots ausführlich, programmierten Beispielabläufe und entwickelten verschiedene Fahrprüfungs-Level, die an eine echte Führerscheinprüfung angelehnt waren. Dazu gehörten unter anderem Linienfolgen, Abbiegen mit Blinksignalen und komplexere Streckenführungen. Außerdem sammelten wir Ideen, wie wir den Workshop abwechslungsreich und motivierend gestalten können.

Herausforderungen im Projektverlauf

Trotz guter Planung standen wir vor mehreren Herausforderungen. Das Drucken und Vorbereiten der Fahrmaps erwies sich als zeit- und konstenintensiver als erwartet. Zudem war die Vorbereitungszeit insgesamt knapp, wodurch technische Probleme teilweise erst vor Ort sichtbar wurden. Ein umfassender Technik-Check unter Zeitdruck war daher notwendig. Diese Situationen forderten von uns schnelles Handeln, klare Kommunikation und Priorisierung der Aufgaben.

Festigung bestehender Fähigkeiten

Während des Workshops konnten wir bereits vorhandene Kompetenzen gezielt anwenden und ausbauen. Besonders Problem Solving spielte eine große Rolle, da jedes Kind andere Lösungsansätze wählte und individuelle Unterstützung benötigte. Auch Zeitmanagement war entscheidend, um den Workshop strukturiert durchzuführen und dennoch flexibel auf die spontanen Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können.

Neue Fähigkeiten und Lernerfahrungen

Neben der fachlichen Auseinandersetzung mit dem mBot lernten wir auch neue, eher organisatorische und soziale Fähigkeiten. Dazu gehörten Risikomanagement, etwa im Umgang mit Technikdefekten, sowie der professionelle Umgang mit herausfordernden Situationen. Besonders lehrreich war der Umgang mit sehr unterschiedlichen Kindern und deren Eltern, bei dem Geduld, Empathie und klare Kommunikation gefragt waren.

Reflexion und Verbesserungspotenzial

Nach dem Workshop reflektierten wir unsere Arbeit kritisch. Für zukünftige Workshops möchten wir die Organisation weiter verbessern, die Geräte intensiver vorab testen und idealerweise Probedurchläufe durchführen. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, Stresssituationen zu reduzieren und den Fokus noch stärker auf das Lernerlebnis der Kinder zu legen.

mBot Roboter-Auto

Fazit

Der mBot-Führerschein-Workshop war für uns eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir konnten nicht nur unser technisches und organisatorisches Wissen erweitern, sondern auch wichtige soziale Kompetenzen stärken. Vor allem aber war es inspirierend für uns zu sehen, mit welcher Neugier, Kreativität und Eigenständigkeit die Kinder an die Aufgaben herangingen. Die Erfahrungen aus dem Workshop zeigten, dass ein früher Zugang zu Technik von den Kindern gut angenommen wird und sie in ihrem weiteren Lernen unterstützt.